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- Der Spaziergang - mehr als Bewegung an der frischen Luft
Bewegung und Aktivierung ist für mich ein sehr wichtiger Teil der Seniorenassistenz und Demenzbegleitung. Oftmals ist es eine Ressource von älteren Menschen, die in ihrem Leben viel und gerne in Bewegung waren, auf die man gut zurückgreifen und gemeinsam für Aktivität und Abwechslung sorgen kann. Je nach körperlicher Verfassung und Interessen ist der Spaziergang eine gute Möglichkeit in Bewegung zu kommen. Dabei werden vom Anziehen bis zur Rückkehr viele Sinne und Fähigkeiten aktiviert und trainiert und Kompetenzen gefördert, auch wenn wir mit Stöcken, dem Rollator, oder Rollstuhl unterwegs sind. Ich überlasse meinem Klient:in so viel wie möglich an Entscheidungen, begleite und unterstütze nur. Wie ist das Wetter heute und ist es warm oder kalt? >Entscheidung der richtigen Wahl von Kleidung und Schuhen. Wie fühlen Sie sich heute? Wohin werden wir gehen? Eine kleine Runde im Grätzl, durch den Park oder wollen wir einen Ausflug machen? >In sich hineinfühlen und eigene Fähigkeiten abschätzen. Rechts oder links? Wie geht es weiter? >Überlegen, erinnern, entscheiden wohin wir gehen. Asphalt, Wiese oder Schotterweg, bergauf und bergab, etwas sammeln oder aufheben >Den Untergrund spüren, Muskulatur beanspruchen, Balance halten und das eigene Tempo finden Menschen begegnen - soziale Kontakte pflegen >Den Nachbarn begrüßen, kurze Gespräche führen, von sich erzählen, anderen begegnen Wie gut es hier duftet, wie laut es hier ist, schon wieder eine Baustelle, wie schön die Vögel zwitschern und die Blumen blühen >Aufmerksamkeit und die Sinne aktivieren, erinnern und erzählen von früher Pausen machen, oder den Heimweg antreten >Zeit haben zum Ausruhen, Schauen und Plaudern und wieder zu Hause ankommen Als Begleitende beobachte ich (wie immer) Mimik, Körpersprache, Reaktionen und Verhalten und erkenne dadurch, ob sich mein Klient:in wohlfühlt, oder überfordert ist und Unterstützung braucht. Wir können jederzeit umdrehen, ein Taxi rufen oder mit den Öffis fahren. Ich habe alles dabei, was unterwegs gebraucht werden könnte und vermittle Sicherheit und Freude am gemeinsamen Unterwegssein. Daraus kann sich auch für Menschen mit Demenz ein Ritual entwickeln, das Bewegungsdrang und Unruhe mindern kann, oft Erinnerungen an früher schafft und erlebbar macht, welche (körperlichen) Fähigkeiten noch gut vorhanden sind. Viel Freude beim gemeinsamen Gehen!
- Altersweise - der Blog
Aus Freude an meiner Tätigkeit und allen damit verbundenen Erfahrungen, Begegnungen und Geschichten aus dem Leben meiner Klient:innen ist dieser Blog entstanden, um zu teilen, was berührt, informiert, Anstoß zum Nachdenken gibt und hilfreich im Umgang miteinander sein könnte. Die Inhalte entstehen aus der praktischen Erfahrung und Erkenntnissen aus meinem täglichen Miteinander mit Menschen die Klient:innen, Angehörige, Pflegende, Betreuende, Kümmerer, Lehrer und Kolleg:innen sind und mich in meinem Beruf stetig lernen, reflektieren, wachsen und entwickeln lassen. Mein Dank gilt all jenen und den interessierten Leser:innen, die nicht jammern, kritisieren und bewerten, sondern zu einem wertschätzenden Austausch bereit sind und vielleicht anderen davon erzählen und ausprobieren, ob die ein oder andere Idee auch für sie umsetzbar und hilfreich sein kann. Der Blog ist in derzeit 5 Rubriken unterteilt, die ich wie folgt benannt habe: Altersweise – Praktisches Erfahrungswissen aus dem Tätigsein · Erfahrungen und Erkenntnisse aus meiner Tätigkeit als Seniorenassistentin und Demenzbegleiterin Altersweise - Gut zu wissen · Nützliche Infos, Links und Adressen, Organisationen etc. Altersweise – Geschichten aus dem Leben im Alter · Erzählungen und Begebenheiten meiner Klient:innen, Angehörigen, Betreuenden Altersweise – Nachgedacht · Kritische Sichtweise auf gängige Praktiken, bestehende Meinungen und verschiedene Themen rund um das Thema Alter Altersweise – kurz erklärt · Erklärungen und Definitionen meiner Tätigkeit und Arbeitsweise *Hinweis! Die in den Blogartikeln angeführten Erfahrungen, Definitionen und Sichtweisen stammen von mir persönlich und sind Ergebnis meiner praktischen Erfahrungen, Beobachtungen und Erkenntnisse. Meine Leser:innen sind angehalten, ihre eigenen Erfahrungen und Meinungen gegenüberzustellen, eigenverantwortlich zu handeln, abzugleichen und nach ihrem Ermessen Fachliteratur etc. zu Rate zu ziehen. Im Falle einer konstruktiven Kritik, fachlichen Inputs aus pflegerischer oder medizinischer Sicht, Unklarheiten, oder Fragen haben Sie jederzeit die Möglichkeit, mich für ein persönliches Gespräch zu kontaktieren.
- Demenzbegleitung
Einen Unterschied zur Seniorenassistenz macht in der Demenzbegleitung die Tatsache, dass die Klient:innen oftmals bereits in Wohn- oder Pflegeheimen untergebracht sind, oder zu Hause von Angehörigen, Heimhilfen oder Pflegediensten versorgt werden, besonders dann, wenn die Demenz schon weiter fortgeschritten ist. Ansonsten ist diese Form der Begleitung ebenfalls sehr individuell auf die Bedürfnisse, Ressourcen und Fähigkeiten der Klient:innen und deren Angehörige abgestimmt und reicht von Aktivierung, Aktivitäten, Biographiearbeit, körperlicher Betätigung und nach Wunsch auch Gedächtnistraining bis hin zu Besuchsdiensten, da sein und liebevoller Zuwendung ergänzend und unterstützend zur medizinisch, pflegerischen Versorgung in Pflegeeinrichtungen. Die Demenzbegleitung besteht aus viel Beobachtung, Mimik und Gestik deuten, Gefühle hinter manchmal sehr „komischen“ Handlungen oder Worten erkennen und in die Welt des Menschen mit Demenz einzutauchen und sich auf Situationen einzulassen. Den Menschen für gültig erklären. Es gibt keinen fixen Plan, oder eine to do Liste, die abgearbeitet wird. Da auch hier im Grunde der Klient:in vorgibt, was während des Auftrags geschieht, ist es abhängig vom Status der „Erkrankung“, Tagesform und persönlichen Möglichkeiten. Demenzbegleitung findet auf einer sehr emotionalen Ebene statt und hat auch die Aufgabe, Angehörige und /oder Pflegende zu entlasten.
- Herausforderung Alltag - Der Einkauf
Vor allem beim gemeinsamen Einkaufen mit meinen Klient:innen fallen einige Tatsachen auf, die es für ältere Menschen tatsächlich schwer machen, alleine klar zu kommen. Vom Eingang bis zur Kasse ist man mit einigen Hürden konfrontiert, wie großen, schwer lenkbaren Einkaufswagen, schmalen Gängen, hohen Regalen in denen man das gewünschte Produkt nicht erreichen kann, ständig wechselndes Sortiment und mühsame Suche wegen zu kleiner Beschriftung, oder neuem Platz im Regal. Im Sommer viel zu kalt wegen der Klimaanlagen, laute Musik, die ganz schön auf die Nerven gehen kann. Stress und Hektik an der Kasse durch zu wenig Platz zum Einpacken und ungeduldige Kunden, die in der Schlange stehen. Ein Grund zu Helfen, noch mehr aber hoffentlich zukünftig ein Grund zum Nachdenken und Umgestalten ......
- Eine Klientin erzählt warum Sie sich für meine Unterstützung entschieden hat
„Ich möchte meine Freiheit und Eigenständigkeit so lang wie möglich behalten und würd mich sehr eingeschränkt fühlen, würde mir jemand sagen, was ich besser jetzt schon, oder lieber nicht mehr tun sollte.“ In einem Heim zu leben kann ich mir nicht vorstellen, dafür geht es mir noch zu gut, trotz kleiner Einschränkungen. Die Termine und Bereiche, in denen ich Hilfe brauche, möcht ich gerne je nach Bedarf und Tagesverfassung selbst bestimmen.“ Flexibel, verlässlich, verantwortungsbewusst. Meinem Tag eine Struktur geben, aber auch mal spontan sein, Vielseitigkeit. So jemanden wünsche ich mir, dann könnt ich weiterhin daheim wohnen bleiben, muss meine Nachbarn nicht fragen, kann mit meinen Kindern Zeit verbringen, wenn sie Zeit haben und Dinge tun, die uns Spaß machen.





